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umg.info 2007 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Gestresste Wildtiere
Vogelwelt durch Hunde an der Leine gestört
(umg.info) Zum Schutz der Wildtiere gilt in vielen Naturschutz- gebieten ein Leinenzwang für Hunde – nicht unbedingt zur Freude der Besitzer der Vierbeiner. Aber auch an der Leine geführte Hunde können die Vogelwelt erheblich beein- trächtigen.
Dies zeigt eine australische Studie, in der die Vogelwelt entlang von Spazierwegen untersucht wurde. Die Ergebnisse waren signifikant: In Waldgebieten, die von Spaziergängern mit Hunden frequentiert wurden, gingen die Artenzahlen um über ein Drittel zurück. Flächen entlang des Weges wurden für manche Arten praktisch „unbewohnbar“. Besonders betroffen waren in Bodennähe lebende Vögel. Auch Menschen allein wirkten als Störfaktor – allerdings in wesentlich geringerem Ausmaß, als wenn sie von Hunden begleitet wurden. Die Auswirkungen der Störungen durch Hunde wurden auch in Gebieten beobachtet, in denen kein „Hundeverbot“ gilt. Dies lässt darauf schließen, dass sich Wildtiere nicht an anhaltende Störungen gewöhnen.
In Naturschutzgebieten, die oft Refugien für seltene Arten sind, können angeleinte Hunde drastische Folgen haben. Die Autoren der Studie erachten deshalb ein striktes Hundeverbot in Schutzgebieten als durchaus angemessene und wirksame Maßnahme zur Erhaltung der Artenvielfalt.
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Banks P.B., Bryant, J.V. (2007): Four-legged friend or foe? Dog walking displaces native birds from natural areas. Biology Letters, Online- Publikation vom 5. September 2007
http://www.friendsofopenspace.org/files/Four-leggedFriends.pdf
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