Interreg-Projekt im Schweizer Ried |
Ziel des Interreg III A-Projektes „Feuchtgrünland und Storch- enlebensräume“ ist die Erhaltung und Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen im Alpenrheintal und in Oberschwaben. An dem EU-Projekt, das von 2005 bis 2008 dauert, sind die Länder bzw. Kantone Baden-Württemberg, St. Gallen, Vorarl- berg und Liechtenstein beteiligt. UMG ist für die Koordination der Maßnahmen und das Monitoring im Schweizer Ried ver- antwortlich.
Trotz des Namens liegt das Schweizer Ried östlich des Alpenrheins und somit in Österreich. Der Grundeigentümer – die Ortsgemeinde Au – bemüht sich seit Jahren, die Ried- landschaft als Lebensraum für die charakteristische Pflanzen- und Tierwelt aufzuwerten. Hierzu wurden intensiv genutzte Flächen extensiviert, Grabenböschungen abgeflacht, Gehölze gepflanzt und Feuchtbiotope geschaffen. Mit finanzieller Unterstützung der EU und der schweizerischen MAVA-Stiftung konnten nun auf ehemaligen Ackerflächen fünf große Flach- teiche vor allem für Wiesenvögel und Amphibien neu angelegt werden. Zudem wurden durch die Feuerwehr Mittelrheintal neue Nisthilfen für den Weißstorch geschaffen.
Bereits wenige Wochen später zeigte sich der Erfolg dieser Maßnahmen: Erstmals haben 2007 zwei Weißstorchpaare im Schweizer Ried gebrütet und je zwei Jungvögel erfolgreich aufgezogen. Die Flachteiche entwickelten sich zu wichtigen Lebensräumen nicht nur für Weißstörche, sondern auch die Wiesenvögel des Gebietes. Gerade in Trockenperioden halten sich beispielsweise Kiebitze bevorzugt an den Feuchtbiotopen auf. Zu den alljährlich auftretenden Gastvogelarten zählen inzwischen auch Silberreiher und Schwarzstorch.
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