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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Auch Amerikas Meere leergefischt
Wissenschaftler warnen vor Biodiversitäts-Kollaps
Meeresbiologen warnen vor dem drohenden Kollaps der Ozeane vor
den beiden Küsten Amerikas. Sowohl der Atlantik als auch der
Pazifik sind in einem bedauernswerten Zustand, erklären die
Wissenschaftler. Schuld daran sind politische Entscheidungen, die
vor über 30 Jahren gefällt wurden. Damals hieß es,
dass die Meere quasi immense und niemals endende Ressourcen darstellen.
Auch in den Meeren vor der amerikanischen Küste spielen sich
jene Szenerien ab, die in Europa alljährlich für Diskussionen
innerhalb der EU-Fischereikommission sorgen: Der extreme Rückgang
der Fischgründe. "Das Wort Notsituation ist keine Übertreibung",
meint Jane Lubchenko, Meeresbiologin von der Oregon State University
und eine der 18 Wissenschaftler der Pew Oceans Commission.
Der historische Fehler sei 1969 der Stratton Commission unterlaufen,
einer Gruppe, die den Zustand der Ozeane studiert hat und danach
in einem Report zusammenfasste.
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Besonders betroffen sind die Fischer im US-Bundesstaat Oregon. Die
Zahl der Schnapper, insbesondere der Bocaccio- Rockfish (Sebastes
paucispinus), ist auf nur noch drei Prozent der einstigen
Bestände zurückgegangen. Die lokale Regierung hat 92 der
209 kommerziellen Fischereischiffen die Lizenz entzogen. Zusätzlich
dazu sind seit diesem Jahr fast 13.000 Quadratkilometer im Pazifik
für die kommerzielle Fischerei zum Sperrgebiet erklärt
worden. 1995 waren vor der Küste Neu- englands fast 10.000 Quadratkilometer
Ozean zur Schutzzone erklärt worden, nachdem die Kabeljau-Fischerei
fast zum Stillstand gekommen war. Nach Angaben der Forscher ist
die Einrichtung der Schutzzonen alleine nicht ausreichend. Sie fordern
echte marine Nationalparks, die von niemandem befischt werden dürften.
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