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Warum ist die Natur grün?
 
 

umg.info 2001

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Warum ist die Natur grün?
Bevorzugt "grüne Wellen"

Man kennt die Grundfarben rot, gelb und blau. Warum aber herrscht in der Natur die Mischfarbe grün vor, zumal Blätter an Bäumen und Sträuchern eigentlich gar nicht grün sind?
Unsere Umwelt ist mit einem riesigen Spektrum an elektro-
magnetischen Wellen, sprich Schwingungen und Strahlen, erfüllt. Die Wellenlänge beginnt bei den Radiowellen im Langwellenbereich mit ein paar Kilometern, bei UKW sind es dann ein paar Meter, im Mikrowellengerät etwa zehn Zentimeter.
Wir Menschen bekommen davon nur einen kleinen Ausschnitt mit: Die Wärmewellen spüren wir auf der Haut als Wärme, und die Lichtwellen nehmen wir über die Netzhaut der Augen auf. Diese betreibt zusammen mit dem Gehirn etwas, was wir in der Technik als Bildverarbeitung bezeichnen: Bestimmten kleinen Ausschnitten aus den Lichtwellen ordnet es eine Farb-
empfindung zu. Wenn nun der gesamte Lichtwellenbereich gleichzeitig im Auge ankommt, macht das Gehirn daraus Weiß.
 
Das Grün der Blätter kommt so zustande, dass bevorzugt die "grünen Wellen" reflektiert werden, die anderen Wellen werden von den Zellen des Blatts "verschluckt". Ein Blatt ist in Wirklichkeit gar nicht grün. Es spiegelt die Wellen mit einer bestimmten Wellenlänge zurück und unser Gehirn erzeugt daraus "grün" (rpo).