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Abholzung vernichtet geschützten Regenwald
 
 

umg.info 2001

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Abholzung vernichtet geschützten Regenwald
Im Nebelwald fehlt nur der Nebel

Wissenschaftler der University of Alabama in Huntsville haben festgestellt, dass lokaler Umweltschutz alleine nicht aus-
reichend ist: Trotz des umfassenden Schutzes der Monteverde Nebelwälder in Costa Rica ist das Biotop durch fehlende Nebelwolken extrem gefährdet. Auslöser dafür war die Abholzung und Rodung in den nicht geschützten Niederungen.
Tropische Bergnebelwälder zählen zu den am meisten gefährdeten Ökosystemen der Welt. Sie sind nämlich durch gestörte Wasserkreisläufe in der ganzen Welt bedroht.
 
Die Monteverde Nebelwälder sind nicht durch ausbleibenden Niederschlag gefährdet, der in der Regenzeit fällt, sondern in erster Linie wegen der fehlenden Nebel und tiefliegenden Wolken, die die Wälder täglich mit Feuchtigkeit versorgen. Bereits frühere Studien haben ergeben, dass die Nebelwälder durch die globale Erwärmung mit weniger Feuchtigkeit versorgt werden. Wissenschaftler waren sich nicht einig, ob die Erwärmung der Atmosphäre oder die Abholzung Ursache für das Ausbleiben des Nebels sind. Wahrscheinlich sind es aber beide zusammen.
Monteverde gilt bei den amerikanischen Forschern als Biodiversitäts-Paradies: Viele der hier lebenden Arten sind endemisch, das heißt, sie kommen nur in diesem Nationalpark vor. Das Gebiet ist auch ein beliebtes Öko-Touristenziel mit jährlich bis zu 50.000 Touristen. Langzeit-Forscher in der Region haben schon seit einiger Zeit festgestellt, dass es zu Veränderungen in der Umgebung kommt (rpo).