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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Umweltbelastung durch Verkehr
Ballungsräume mit Bioindikatorpflanzen auf Luftgüte unter- sucht
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Drei Jahre lang haben Wissenschaftler der Universität Hohenheim
in 12 Ballungszentren Europas die Luftgüte mit Indikatorpflanzen
gemessen. Der Kraftfahrzeugverkehr hat sich als größte
Schadstoffquelle entpuppt. Industrielle Einrichtungen und Quellen
wie Hausbrand spielten nur eine untergeordnete Rolle.
Das Projekt EuroBionet (europaweites Netzwerk zur Beur- teilung der
Luftqualität mit Bioindikatoren)
wurde in acht Mitgliedsländern der EU und mit finanzieller
Unterstützung durch das LIFE Umwelt Programm der Europäischen
Kommission ins Leben gerufen. Unter der Anleitung der Universität
Hohenheim wurden im Zeitraum von 1999 bis 2002 in 12 verschiedenen
Ballungsräumen (Klagenfurt, Kopenhagen, Lyon und Nancy, Düsseldorf
und Ditzingen-Stuttgart, Glyfada- Athen, Verona, Katalonien-Barcelona
und Valencia, Edinburgh und Sheffield) mehr als 100 lokale Biomonitoring-Stationen
installiert.
Untersucht wurde unter anderem die Ozonschädigung mithilfe
der ozonempfindlichen Tabaksorte Bel-W3. Typische Ozon- schädigungen
wurden in allen teilnehmenden Städten beobachtet, in Großbritannien,
Dänemark und dem nord- westlichen Deutschland aber nur in geringem
Umfang. "In Frankreich, Süddeutschland und Österreich
sowie ins- besondere in Italien, Spanien und Griechenland wurden dagegen
mittlere bis starke Ozonschädigungen festgestellt", erklärt
Andreas Klumpp vom Institut für Landschafts- und Pflanzenökologie
der Universität Hohenheim das Ergebnis. "Obwohl im Allgemeinen
keine statistisch signifikanten Korrelationen zwischen der Ozonbelastung
und den Ozon- schädigungen festgestellt werden konnten, ergab
sich doch eine weitgehende Übereinstimmung im geographischen
Verteilungsmuster von Blattschädigungen und Ozonbelastung.
Der Kfz-Verkehr erwies sich als größte Schadstoffquelle
für die Mehrzahl der untersuchten Elemente". Interessant
war auch der relativ niedrige Bleiwert, den die Forscher auf die
Abschaffung des bleihaltigen Benzins zurückführen (pte).
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