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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Sandsturm sorgt für reiche Biomasse im Ozean
Planktonblüte durch Eisen
Ein internationales Forscherteam des Lawrence Berkeley National
Laboratory hat bestätitigt, was die Wissenschaft schon länger
vermutet hat: Ein Sandsturm in der asiatischen Wüste Gobi hat
nach fünf Tagen zu einem extremen Plankton- wachstum im Nordpazifik
geführt.
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Carbon-Explorers, das sind schwimmende Bojen, die üblicher- weise
Temperaturen und Salzgehalt messen, haben die wissenschaftliche
These bestätigt. Zwei dieser SOLO- Schwimmer (Sounding Oceanographic
Lagrangian Observers), die vom Scripps Institute of Oceanography
entwickelt wurden, sind vom Forschungsschiff Polar Sea im April
2001 rund 1600 Kilometer westlich von Vancouver Island ausgesetzt
worden. Die SOLO-Schwimmer lieferten regelmäßig Informationen
über Satelliten an die Forschungsstation. Bereits fünf
Tage nach dem Sandsturm in Zentralasien wurde das gesteigerte Plank- tonwachstum
gemessen. Üblicherweise sind die Gewässer der Gegend relativ
arm an Eisen. Durch den Wüstensand stieg aber der Eisengehalt
relativ stark an. Dies hatte zur Folge, dass sich das Plankton vermehrte.
Das Forschungsteam unter der Leitung von James K. Bishop vom Lawrence
Berkeley Laboratory
konnte nach den Forschungsergebnissen zumindest jene Annahmen bestätigen,
wonach die Einbringung von Wüstensand eine Auswirkung auf das
Wachstum von Phytoplankton in gewissen Regionen, die hohe Nährstoff
und niedrige Chlorophyllwerte aufweisen (HNLC-Waters) (pte). |
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