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Ökonomische Vorbereitung auf das Korallensterben
 
 

umg.info 2001

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Ökonomische Vorbereitung auf das Korallensterben
Tourismus-Industrie und Wissenschaft erarbeiten Kata- strophenmanagement

Die australischen Tourismus-Betreiber haben sich mit Wissenschaftlern zusammengetan, um mögliche Aktionen gegen die Korallenbleiche zu unternehmen. Das teilte das australische Wissenschafts-Institut CSIRO mit. Den Tour-Veranstaltern und Tourismus-Betreibern soll erklärt werden, mit welchen Problemen sie bei einer Klimaveränderung zu rechnen hätten.
 
Terry Done, Leiter der Sustaining Marine Living Resources am australischen Institut für Marine Sciences (AIMS), erklärte, dass der Tourismus rund um das Große Barrier-Riff jährlich mehr als 570 Mio. Euro generiere und dass es besondere Schutz-
vorkehrungen für das größte Korallenriff der Erde geben müsste, wenn die Temperaturen weiter ansteigen und die Gefahr der Korallenbleiche bestehe. "Die Korallenbleiche kann zu einem Massensterben des Riffs führen", so Done. Zur gefürchteten Korallenbleiche kommt es nach Ansicht der Wissenschaftler durch das Absterben von lebenswichtigen Algen. Das passiere, wenn die Korallen durch lange Zeiträume hinweg stark erwärmtem Meerwasser ausgesetzt sind. Zum Massensterben komme es dann entweder durch lang andauernde höhere Temperaturen oder extreme Temperatur-
anstiege.
"Da das Barrier-Riff kein homogenes Einzelriff ist, müssen die einzelnen Abschnitte genau auf Korallenbleiche untersucht werden", so Done. Dadurch könnten Veränderungen genauer bestimmt werden. Die Kosten des Korallensterbens könnten von kleinen Einbrüchen bis hin zum Kollaps des gesamten Tourismus reichen (pte, Oktober 01).