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umg.info 2004 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Mehr Selbstmorde als Kriegsopfer
Weltweit wird alle 40 Sekunden ein Suizid begangen
Nahezu eine Mio. Menschen begeht jährlich Selbstmord. Das sind mehr Opfer als derzeit bei Kriegshandlungen ermordet oder getötet werden. Aktuelle Zahlen der WHO zeigen, dass statistisch gesehen weltweit alle 40 Sekunden ein Selbstmord stattfindet. Nach Jose Bertolote von der WHO ist Selbstmord für 1,5 Prozent der weltweiten Gesundheitskosten verant- wortlich. "Die meisten Selbstmorde werden von Männern verübt. Immer mehr Frauen versuchen jedoch sich das Leben zu nehmen. Nach Schätzungen werden jährlich zehn bis 20 Mio. Selbstmordversuche unternommen. Laut Lars Mehlum von der Association for Suicide Prevention (IASP) entscheiden sich Männer normalerweise für endgültigere Maßnahmen als Frauen. Statistisch gesehen sind ältere Menschen am stärksten selbstmordgefährdet. Es nehmen sich jedoch auch immer mehr Männer zwischen 15 und 29 Jahren das Leben. Dafür macht die IASP großteils die Verfügbarkeit von Schusswaffen verantwortlich.
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Am stärksten betroffen scheinen die baltischen Staaten und die Länder der früheren Sowjetunion zu sein. Im Jahr 2000 verübten in Litauen 42 Menschen pro 100.000 Selbstmord, in Estland 40 und in Russland 38. In Litauen lag die Todesrate bei Männern bei 80 von 100.000.
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