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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Korridore schützen Flora und Fauna
Großangelegte Studie warnt vor Verarmung von isolierten Naturreservaten
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Korridore zwischen einzelnen Naturschutzgebieten erhöhen
die Chance auf die Erhaltung der Biodiversität. Zu diesem Schluss
sind Wissenschaftler der North Carolina State University und der
University of Florida in einer großangelegten Versuchsreihe
gekommen (http://www.pnas.org).
"Die Versuchsreihe hat ergeben, dass Korridore zwischen einzelnen
Naturschutzgebieten den Pflanzen und Tieren Zugänge zu größeren
Gebieten schaffen", so Nick Haddad, Zoologe an der North Carolina
State University.
Nur mit Hilfe von Korridoren sei im Grunde eine Überlebensfähigkeit
abgeschlossener Gebiete möglich, da dadurch ein Transport von
Pflanzensamen zwischen den einzelnen Zonen möglich wird. Die
Forscher haben mit Hilfe von Luftfotografien acht Korridore zwischen
Naturschutzgebieten und drei isolierte Schutzgebiete im Savannah
River Site National Environmental Research Park untersucht. Das
Areal ist ein vorwiegend aus Pinien bestehendes Habitat. "Die
Bewegungen zwischen den einzelnen Zonen, die durch Korridore verbunden
waren, haben eine Interaktion zwischen Tieren und Pflanzen erst
möglich gemacht", so Haddad. Bis vor kurzem habe es keinen
wissenschaftlich haltbaren Beweis für diese Theorie gegeben.
Studienleiter Joshua Tewksbury von der University of Florida hat
gemeinsam mit seinen Kollegen auch die Bewegung von Schmetterlingen
zwischen den Gebieten untersucht. Schmetterlinge sind neben Vögeln
die wichtigsten Überträger von pflanzlichen Pollen und
Samenkörnern. Mit Hilfe von floureszierenden Substanzen konnte
nachgewiesen werden, dass Vögel und Schmetterlinge die 25 Meter
breiten und 150 Meter langen Korridore benutzten und damit ein Austausch
zwischen den Schutzzonen stattfinden konnte. Die Forscher konnten
damit beweisen, dass absolut isolierte "Insel- Schutzgebiete"
zu einer Verarmung an Arten führen (pte).
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