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Amphibien weltweit bedroht
 
 

umg.info 2002

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Amphibien weltweit bedroht
Zerstörung des Lebensraumes trägt Mitschuld

Amphibien zählen zu den am stärkste gefährdeten Tieren auf der Erde. Die Zerstörung des Lebensraumes behindert die Tiere an der Wanderung von den Feuchtbiotopen bis hin zum eigentlichen Lebensraum der erwachsenen Tiere. Die Forscher der University of Missouri haben in Feldversuchen die Problem- atik aufgezeigt und berichten darüber in der Oktober-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Society for Conservation Biology".
 
Raymond Semlitsch, Biologe an der University of Missouri, hat die Wanderungen von drei verschiedenen Lurchen untersucht und ist dabei zum Schluss gekommen, dass die Wanderungs- strecke der Tiere vom Feuchtbiotop, in dem sie geboren werden, bis hin zum Lebensraum oft unterbrochen ist. "Da die Tiere in der Regel immer in den gleichen Biotopen laichen, ist es sehr wichtig wie die Umgebung der Biotope aussieht", so Semlitsch. In vielen Fällen sind die Areale rund um Teiche in Acker- und Grünland umgewandelt worden, das hat den Weg der Lurche erschwert. Korridore zwischen den Biotopen und den umliegenden Lebensräumen der Amphibien können den Fortbestand erhalten.
 
Erst vor kurzem haben US-Forscher in Kalifornien entdeckt, dass Pestizide im Central-Valley, dem Hauptanbaugebiet für Obst und Gemüse zu einer drastischen Abnahme von Frosch- lurchen in den Rocky Mountains führte. Insbesondere Gebiete, die in Windrichtung des Central-Valley lagen, waren vom Verschwinden der Amphibien betroffen. Auch in Costa Rica ist es seit dem Verschwinden des Nebels über den Regenwäldern zu einem Rückgang tropischer Froscharten gekommen (pte).