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Fördert Fleischkonsum den Welthunger?
 
 

umg.info 2004

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Fördert Fleischkonsum den Welthunger?
Industriestaaten beuten Wasserreserven aus

Die Wasserreserven werden bei den derzeitigen Ernährungs- gewohnheiten der industrialisierten Welt aller Wahrschein- lichkeit nicht ausreichen. Fleischproduktion verbraucht wesentlich mehr Wasser als Getreideanbau, daher spart vegetarische Ernährung das "kühle Nass". Mit derselben Menge Wasser könnten mehr Menschen ernährt werden.
Derzeit leiden etwa 840 Mio. Menschen an Unterernährung oder Mangel an gesunden Lebensmitteln. 2025 könnten es sogar zwei Mrd. oder noch mehr sein. Der Wasserbedarf für die Herstellung von Lebensmitteln ist das große Risiko. Heute steigt das Bevölkerungswachstum schneller als die Nahrungs- mittelproduktion.
Die WHO nennt Unterernährung "stillen Notstand". Nach Angaben der UN-Organisation ist Hunger für mindestens die Hälfte der jährlich 10,4 Mio. toten Kinder verantwortlich. "Das große Problem ist, dass die Produktion von Nahrungsmitteln fast 70 Prozent des globalen Wasserverbrauchs ausmacht", so SIWI-CEO Anders Berntell. Es sei unmöglich die zukünftigen Generationen so zu ernähren wie es derzeit die Nordameri- kaner und Europäer tun, meint der Experte (pte).