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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Tiefsee-Lebenskreislauf aufgerollt
Forscher bringen Licht in globalen Kohlenstoffkreislauf
Meeresforscher haben entdeckt, dass in der Tiefsee zuerst Würmer
und Krebse die Nahrung aufbereiten, bevor diese von Mikroorganismen
endgültig abgebaut wird. Diese Entdeckung bringt Licht in die
komplexen Abläufe des Lebens am Meeres- grund und den globalen
Kohlenstoffkreislauf, berichtet das Bremer Max Planck Institut für
marine Mikrobiologie.
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50 Prozent der Erdoberfläche besteht aus über 3.000 Meter
tiefem Ozean. Das Leben auf dem Tiefseeboden geht eigene Wege: Im
tiefen Nordatlantik gibt es nur einmal im Jahr Nahrung. Nach der
wiederkehrenden Planktonblüte sinken dann abgestorbene Algen
auf den Meeresboden ab. Den Wissenschaftlern war bisher nicht bekannt,
wie die Lebens- gemeinschaft der Tiefsee mit diesen Ressourcen ein
ganzes Jahr haushalten kann.
Erst jetzt haben deutsche Meeresbiologen vom Max-Planck- Institut
(Bremen) zusammen mit Forschern von Geomar (Kiel), der Universität
Tübingen und der Gesellschaft für Biotechno- logische Forschung
(Braunschweig) zum ersten Mal mit Hilfe modernster Tiefseetechnik
und Isotopen-Markierung diese Zusammenhänge im größten
Ökosystem der Erde ergründet. Dabei konnten die Forscher
feststellen, dass nicht die vielen Bakterien und anderen Mikroorganismen,
sondern die wenigen kleinen Krebse und Würmer als erste die
organische Nahrung aufnehmen. Damit bringen sie die Nahrung dorthin,
wo sich dann auch weitere Abnehmer dafür finden. Diese Entdeckung
ist für das Verständnis des globalen Kohlenstoffkreislaufs
von enormer Bedeutung (pte).
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