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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Paprika ist das am stärksten belastete Gemüse in der
EU
Umweltschutz-Organisation deckt Schweigen auf
Jede fünfte in der EU verkaufte Paprika ist mehr als zulässig
mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung
der Europäischen Kommission in den 15 EU-Ländern, berichtet
die französische Tageszeitung Le Figaro.
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Die Kommission hat mehr als 40.000 Lebensmittelproben auf 20 verschiedene
Insektengifte untersucht. Dabei schnitt Paprika am schlechtesten
ab: In 19 Prozent der Fälle wurde mindestens ein Grenzwert
überschritten. Fast immer handelte es sich dabei um Methamidophos,
ein Insektengift, das als stark giftig eingestuft wird und Blutarmut
hervorrufen kann. Zu den Überschreitungen kam es in der Regel
deshalb, weil die Landwirte mehr als die zulässige Menge des
Giftes einsetzten.
Der Abschlussbericht der EU-Studie war bereits Ende Juli erschienen.
Das bedenkliche Abschneiden des Paprikas war laut Le Figaro jedoch
stillschweigend übergangen worden. Erst jetzt hat die französische
Umweltschutzorganisation MDRGF
darauf aufmerksam gemacht. (ddp, pte).
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