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umg.info 2001 |
Akutelles aus Wissenschaft und Forschung |
Abgase verursachen mehr Todesfälle als Autounfälle
Einsatz bestehender Technologien würde Leben retten
Eine Studie der Carnegie Mellon University
hat nach- gewiesen, dass heute weltweit Menschen durch Abgase sterben
als durch Verkehrsunfälle. Die Wissenschaftlerin Devra Lee
Davis untersuchte mit ihrem Team die Gesundheitsfolgen der Luftverschmutzung
durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in Sao Paolo, Mexico
City, Santiago und New York. Der Einsatz vorhandener Technologien
zur Vermeidung von Treibhausgasen würde laut Studie in den
nächsten 20 Jahren in diesen vier Städten 64.000 Leben
retten. Zusätzlich würden 65.000 Fälle chronischer
Bronchitis verhindert und rund 37 Millionen Arbeitstage eingespart
werden, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science
in seiner aktuellen Ausgabe.
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Bereits heute stellten Ozon, Aerosolteilchen, Kohlendioxid und
andere Schadstoffe aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe eine
ernste Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Das
Verbrennen von Benzin und Kohle führt dazu, dass Menschen vorzeitig
an Asthma sowie Herz- und Lungenerkrankungen sterben. Obwohl die
aktuelle Studie sich auf vier Städte konzentrierte, ist Davis
überzeugt, dass ihre Ergebnisse weltweit Gültigkeit haben.
Die ermittelten Daten stimmten mit einer WHO-Studie überein,
die für 2020 acht Millionen Todes- fälle aufgrund von Luftverschmutzung
vorhersagt hat. Bestehende Verfahren zur Reduzierung der Treibhausgase
können schon heute für rund drei Milliarden Städter
ent- scheidende und vor allem sofortige Verbesserungen ihrer Lebenssituation
bringen. Mehr als 1.000 Studien aus 20 Ländern zeigten
laut Davis, dass basierend auf dem Ausmaß der Umweltverschmutzung,
bestimmte Sterberaten vorhergesagt werden können (pte).
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