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West-Nile-Virus in britischen Vögeln gefunden
 
 

umg.info 2003

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

West-Nile-Virus in britischen Vögeln gefunden
Wissenschaftler warnen vor Ausbruch der Krankheit in Europa

Das West-Nile-Virus, eine von Insekten übertragene Krankheit, hat die britischen Inseln erreicht, berichtet die BBC. In mehr als der Hälfte der 20 verschiedenen untersuchten Vogelarten konnten die Forscher das Virus nachweisen. In den USA sind im vergangenen Jahr mehr als 4.100 Menschen an den Folgen des West-Nile-Virus erkrankt und rund 280 Menschen daran gestorben.
Von der Ostküste der USA wanderte das Virus quer über den amerikanischen Kontinent bis nach Kalifornien. Auch etliche Vogelarten sind betroffen. Die kalifornischen Umweltbehörden haben sogar damit begonnen, wildlebende Kondorpopu- lationen mit Impfungen vor dem Virus zu retten. Auf den Menschen übertragen kann das West-Nile-Virus gefährliche Auswirkungen haben: Zunächst treten Influenza-ähnliche Symptome mit hohem Fieber, Muskelschmerz und eventuell Atemprobleme auf. Die Erscheinungen sind altersabhängig, allerdings liegt die Mortalität bei zirka zehn Prozent. Schon im Mai warnten die US-Gesundheitsbehörden davor, dass West- Nile 2003 zu einem größeren Problem als SARS werden könnte.
Bis jetzt liegen aus Großbritannien noch keine Meldungen über Krankheitsfälle beim Menschen vor. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Virus über Zugvögel nach Europa gelangt ist. Bisher gebe es keine Warnung gegenüber Menschen, meinte einer der Experten. Aber steigende Temperaturen durch die globale Erwärmung steigern die Gefahr. Nach Ansicht der US-Forscher hat sich das West-Nile-Virus insbesondere im 2002, einem heißen und trockenen Sommer, optimal verbreitet (pte).