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umg.info 2001 |
Akutelles aus Wissenschaft und Forschung |
Pflanzliche Heilmittel können bei Operationen Risiken steigern
Wissenschaftler entwickeln Einnahme-Empfehlungen
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Wissenschaftler des University of Chicago Medical Center haben
nachgewiesen, dass die Einnahme pflanzlicher Heilmittel das Risiko
von Komplikationen während chirurgischer Eingriffe steigern
kann. Derartige Präparate können die Herzfrequenz erhöhen
oder verringern, die Blutgerinnung hemmen, das Immunsystem verändern
sowie Wirkung und Dauer einer Narkose beeinflussen.
Zu den untersuchten Heilmitteln gehörten Echinacea, Gingko
biloba, Knoblauch, Johanniskraut und Baldrian. Ziel war die Erstellung
von Empfehlungen zu welchem Zeitpunkt Patienten die Einnahme vor
einer Operation beenden sollten.
Echinacea sollte so früh wie möglich abgesetzt werden,
Ephedra und Kava wenigstens 24 Stunden vorher, Knoblauch und Ginseng
wenigstens eine Woche vorher, Ginko wenigstens 36 Stunden vorher,
Johanniskraut wenigstens fünf Tage vorher und Baldrian sollte
in reduzierter Dosis eingenommen werden.
Der Wissenschaftler Chu-Su Yuan erklärte, dass die meisten
dieser Substanzen bei gesunden Menschen zu keinen Problemen führten.
Bei Operationen könnten sie jedoch Sedierung, Schmerzkontrolle,
Blutungen, Herzfunktion, Stoffwechsel, Immunität und Genesung
auf Arten beeinflussen, über die derzeit noch wenig bekannt
sei. Laut der BBC gehen Studien davon aus, dass rund ein Drittel
der Patienten vor der Operation pflanzliche Heilmittel einnehmen.
In vielen Fällen werden diese Informationen allerdings nicht
an den be- handelnden Arzt weitergegeben. Zusätzlich seien Ärzte
vielfach unsicher, wie mit vorhandenen Informationen zu verfahren
sei. Die American Society of Anesthesiologists
hat zur Vermeidung unerwünschter Nebenwirkungen empfohlen,
die Einnahme vom pflanzlichen Heilmitteln zwei Wochen vor einem
Eingriff einzustellen. Da diese Frist nur schwer einzu- halten ist,
entwickelte das Team um Chu-Su Yuan neue Empfehlungen für einzelne
Präparate. Sie konzentrierten sich dabei auf jene acht Produkte,
die in Amerika 50 Prozent des Umsatzes stellen (pte, Juli 01).
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