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umg.info 2004 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Indikatoren für menschliches Wohlbefinden
Moose als als Messinstrumente für Umweltparameter
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) legt Richtlinien für Messverfahren fest, überraschenderweise auch Richtlinien zu Flechten und Moosen. Kürzlich hat der VDI in einer neuen Bestimmung vorgeschrieben, auf welche Weise das Vor- kommen baumbesiedelnder Moose zu erfassen ist. Diese Epiphyten dienen neben Flechten als hervorragende Indikatoren für das Ausmaß der Luftverschmutzung. Die Grundlagen zur neuen Moos-Richtlinie stammen von Wissen- schaftlern der Universität Bonn.
Seit den 60er und 70er Jahren werden baumbesiedelnde Flechten für die Erfassung der Luftqualität herangezogen. Deren Artenzahl und Häufigkeit am Baumstamm lässt Rück- chlüsse auf den Schwefeldioxidgehalt der Luft zu. Für die Vergleichbarkeit der Ergebnisse werden derartige biologische Messverfahren von der VDI-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) standardisiert, was einen direkten Vergleich der Luft- verhältnisse in verschiedenen Städten erlaubt.
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Zu der neuen Moosrichtlinie erklärt der Bonner Moosspezialist Jan-Peter Frahm: "Damit werden diese Pflanzen praktisch als Messinstrumente für Umweltparameter anerkannt." Nachdem eine Reduktion des Schwefeldioxidausstoßes auf ein Fünftel der früheren Werte erfolgt ist, hat die Erfassung von epi- phytischen Moosen heute andere Schwerpunkte. Diese liegen bei der Verkehrsbelastung, dem Ammoniakeinfluss aus der Landwirtschaft, dem Grad der Bodenversiegelung, den Temperatur- und Luftfeuchteverhältnissen, kurz der Wohn- und Lebensqualität (pte). |
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