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Bevölkerungsexplosion beschleunigt Artensterben
 
 

umg.info 2003

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Bevölkerungsexplosion beschleunigt Artensterben
US-Anthropologe: Biodiversität in kommenden 50 Jahren im Abnehmen

Wenn die Weltbevölkerung im gleichen Maß ansteigt, werden in den kommenden 50 Jahren weitere 15 Prozent der Tiere zu bedrohten Arten. Betroffen davon sind nicht nur Lebewesen in Entwicklungsländern, sondern überall auf der Welt, berichtet der Anthropologe Jeffrey McKee von der Ohio State Uni- versity.
Der Wissenschaftler hat die Bevölkerungszahlen von 230 Staaten genauer untersucht, um demografische Daten wie Wachstum und Bevölkerungsdichte zu ermitteln. "Wir wissen, dass es eine Reihe von natürlichen Komponenten gibt, die eine Gefährdung gewisser Lebewesen unterstreichen", erklärt der Forscher. Die natürlichen Faktoren wurden menschlichen Faktoren gegenübergestellt. Nach Angaben des Wissenschaft- lers lassen sich danach 88 Prozent der gefährdeten Spezies ablesen. Das bedeutet, dass die Forscher genau vorhersagen können, welche Arten speziell gefährdet sind, wenn die Bevölkerung weiter um den Faktor x wächst. "Selbst die restlichen 12 Prozent lassen sich anhand der individuellen Ökologie eines Landes, etwa der Zahl endemischer Pflanzen und Tiere, genau bestimmen", so McKee. Dabei bemerkt der Forscher, dass die Schätzung der Zahlen nur insofern ungenau sei, als verschiedene Arten bisher noch nicht beschrieben sind (pte).