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Umweltverschmutzung fördert Zwillingsgeburten
 
 

umg.info 2004

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Umweltverschmutzung fördert Zwillingsgeburten
Anstieg in Nähe von Giftmüllverbrennungsanlage

Frauen, die in Regionen mit starker Umweltbelastung leben, bringen eher Zwillinge zur Welt. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Universität Hamburg gekommen. Es wurde nach- gewiesen, dass sich die Anzahl der Zwillingsgeburten bei hoher Umweltverschmutzung im Vergleich zu anderen Regionen verdoppelte. Am stärksten war dieser Anstieg bei Frauen, die in der Nähe einer Giftmüllverbrennungsanlage lebten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Occupational and Environmental Medicine veröffentlicht.
Das Team verglich die Geburtszahlen von Zwillingen von Müttern, die in der Nähe einer Verbrennungsanlage in Hessen lebten, mit jenen von Frauen, die in zwei anderen Regionen Deutschlands lebten. Eine Region lag rund 20 Kilometer nördlich der Anlage. Bei der zweiten handelte es sich um eine weit entfernte, nicht industriell genutzte Region. In Hessen brachten 5,2 Prozent der Frauen Zwillinge zur Welt. In der ersten Vergleichsregion waren es 1,6 Prozent und in der zweiten 2,3 Prozent. Das Team um Nadia Obi-Osius stellte in der Folge sicher, dass dieser Trend nicht auf Fruchtbarkeits- behandlungen zurückzuführen war (pte).