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umg.info 2001 |
Akutelles aus Wissenschaft und Forschung |
Torfmoos hält Fische über Wochen frisch
Norwegische Forscher entschlüsseln Rätsel um historische
Konservierungs-Methode
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Fisch ohne zusätzliche Kühlung wochenlang frisch halten:
Norwegische Wissenschaftler der Universität in Trondheim
erzielten dieses Ergebnis mit schlichtem Torfmoos. Diese Konservierungsmethode
könnte nun die umfangreichen Kühlanlagen an Bord der mächtigen
Fisch-Trawler ersetzen und den Fang bis zu vier Wochen frisch halten,
berichtet das Magazin "New Scientist".
Verantwortlich für diese erstaunliche Leistung ist die Zucker- verbindung
Oxopolysaccharid, die im Torf das Wachstum von Fäulnisbakterien
verhindert. Die Forscher zeigten, dass reaktive Carbonylgruppen
an dem Zuckerkomplex, den sie kurz "Sphagnan" tauften,
hierfür verantwortlich sind. Ganz neu ist die Idee, Torfmoos
zur Konservierung zu nutzen, jedoch nicht. So fanden Archäologen
2000 Jahre alte menschliche Körper und sogar 6000 Jahre alte
Brotstücke, die in Torf eingewickelt und erstaunlich gut erhalten
waren. Nun sieht er auch ein großes Potenzial, diese billige
Methode weltweit zu verbreiten (pte, 31. Mai 01).
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