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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Parasiten verursachen Korallenbleiche
Würmer für Riffsterben verantwortlich
Israelische Forscher haben ein Indiz dafür gefunden, dass
Würmer ähnlich wie Malariaerreger die Korallenstöcke
zum Sterben bringen. Die Wissenschaftler habenan einer tropischen
Korallenart ein Bakterium entdeckt, das durch einen korallen- fressenden
Wurm weiter transportiert wird, berichtet das Magazin New Scientist.
Die Forscher wollen nun herausfinden, ob auch andere Korallenarten
infiziert werden können. Das könnte in Zukunft auch zur
Vorbeugung der Bleiche führen.
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Korallen sind von Algen in ihrem Inneren abhängig. Diese erzeugen
Kohlenhydrate und Sauerstoff durch Photosynthese. Diese Partnerschaft
ermöglicht Korallen auch in unfruchtbaren Arealen der Ozeane
zu leben und erklären das reichhaltige Leben am Riff. Durch
den Anstieg der Temperaturen sterben die Algen ab oder die Korallen
geraten so stark unter Stress, dass sie die Algen abstoßen.
Wie eine Epidemie hat sich der Tod der Korallenriffe über die
ganze Welt ausgedehnt. Die internationalen Forscher gehen davon
aus, dass die Hälfte aller Riffe absterben wird. Nur eine drastische
Abkühlung durch eine Verminderung des CO2-Ausstosses könnte
die Korallen- bleiche eindämmen. Die israelischen Forscher glauben
aber, dass die Entdeckung der Bakterien die Bleiche möglicherweise
auch verhindern kann.
Über die neuesten Erkenntnisse berichtet auch das Fach- magazin
Environmental Microbiology
(pte).
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