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umg.info 2004 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Öko-Tourismus beeinträchtigt Fauna
Stress bei Wildtieren
Wildtiere leiden immer häufiger an Stress. Ein Grund dafür
ist in manchen Regionen die Zunahme von Öko-Touristen. Besonders
auffällig ist die Situation bei Polarbären, Walen, Delfinen
und Dingos, berichten Forscher im Wissenschafts- magazin New Scientist
New Scientist.
Die Auswirkungen des Öko-Tourismus auf wildlebende Tiere reichen
von erhöhter Pulsrate, verändertem Verhalten, geringeren
Nachwuchsraten bis hin zum Tod. Für viele Länder der Dritten
Welt, in denen diese Art von Fremdenverkehr eine wichtige Einnahmequelle
geworden ist, wäre ein Ende des Tourismus fatal. „Ökotourismus
ist eine alternative Aktivität zur absoluten Ausbeutung natürlicher
Ressourcen“, zeigt sich auch Geoffrey Howard von der World
Conservation Union IUCN
in Nairobi überzeugt. „Die Landbevölkerung in solchen
Gebieten profitiert von dieser Art des Fremdenverkehrs“, meint
der Experte. Viele Länder, darunter auch Neuseeland und Australien,
versuchen die Touren unter besonders umwelt- freundlichen Auflagen
durchzuführen.
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Doch nicht alle Projekte nehmen Rücksicht auf die Umwelt. Biologen
fordern nun vor allem bessere Schutzmechanismen vor den Auswirkungen
dieser neuen Art von Tourismus, die in den vergangenen Jahren jährliche
Zuwachsraten zwischen zehn und 30 Prozent verzeichnet hat. Denn
einig scheinen sich alle darüber zu sein, dass richtig verstandener
Öko-Tourismus Menschen und Tieren viel bringen kann (pte).
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