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umg.info 2004 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Amazonas-Regenwald nimmt weniger CO2 auf
Urwald zeigt veränderte Wachstums- und Sterberaten
Wissenschaftler aus Brasilien und vom
Smithsonian Tropical Institute
haben Anzeichen dafür entdeckt, dass der Amazonas-Regenwald
weniger CO2 absorbiert als noch vor wenigen Jahrzehnten. Darüber
hinaus haben die Experten auch Veränderungen im Wachstum und
beim Absterben von Bäumen festgestellt, berichtet das Wissenschaftsmagazin
Nature.
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In der 20-jährigen Studie wurden insgesamt 14.000 Bäume
in einem Gebiet von mehr als 300 Quadratkilometer markiert und vermessen,
um ihre Wachstumsrate zu untersuchen. „Dass sich die Wachstumsdynamik
im Regenwald immer wieder verändert, ist nichts Neues“,
so Studienleiter William Laurance vom Smithsonian Tropical Institute.
Pflanzen brauchen CO2. Die Wissenschaftler spekulieren damit, dass
durch die großen Mengen von CO2 das Pflanzenwachstum gesteigert
wurde. Allerdings nehmen große und schnell wachsende Bäume
aus den unteren Schichten des Regenwaldes auf Kosten kleinerer Arten
zu. Mehr CO2 führt auch zur Überdüngung der Wälder.
Das kann nach Ansicht von Laurance ein Hinweis auf einen fundamentalen
Wandel in der gesamten Waldökologie sein. Die Konkurrenz im
schneller wachsenden Wald um Licht, Wasser und Nährstoffe aus
dem Boden hat sich verschärft (pte).
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