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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
„Wasser-Krieg“ vermeiden
UNESCO schlichtet Konflikte
Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft,
Kultur und Kommunikation (UNESCO)
gründet eine neue "Wasser-Kooperations-Einrichtung".
Ziel der Ein- richtung mit Sitz an der UNESCO-Paris ist, Wasser-Streitfragen
zu vermitteln.
Staaten sowie NGOs oder Privatunternehmen können sich an die
Behörde wenden, um einen bestehenden Konflikt über internationale
Wasserressourcen oder lokale Streitfälle mit internationaler
Auswirkung beizulegen. Dies ist unabhängig davon, ob es sich
um eine Auseinandersetzung über ein neues Dammprojekt an einem
gemeinsamen Fluss oder die Ver- schmutzung eines internationalen Aquifer
handelt.
Die Services der gemeinsamen Initiative der UNESCO und des World
Water Councils
umfassen u.a. die technische und rechtliche Beratung, Schulungen
in Wasser-Verhandlungen sowie Schlichtungsverfahren. Das gesamte
weltweit verstreute Expertennetzwerk des International Hydrological
Programmes (IHP) steht der Einrichtung zur Erleichterung von Diskussionen
und zur Forschungskoordination zwischen Ländern zu Verfügung.
Der Ständige Schiedsgerichtshof in Den Haag unterstützt
die Einrichtung in rechtlichen Fragen.
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Laut UNESCO wird über ein Drittel der 263 internationalen Flusseinzugsgebiete
von mehr als zwei Staaten geteilt. Bei 19 Flusseinzugsgebieten sind
sogar mehr als fünf Länder beteiligt. Große Konflikt-Gefahr
sieht die UNESCO derzeit in den Fluss- einzugsgebieten Nil, Aral,
Jordan und Euphrat-Tigris (pte).
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