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Naturkatastrophen im Jahr 2000 auf Rekordniveau
 
 

umg.info 2001

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Naturkatastrophen im Jahr 2000 auf Rekordniveau
Versicherer befürchten steigendes Risiko durch Klimawandel

Die Zahl der Naturkatastrophen ist im vergangenem Jahr weltweit auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Münchner Rückversicherungs-Gesellschaft registrierte nach eigenen Angaben mehr als 850 Katastrophen. Das sind 100 mehr als im bisherigen Rekordjahr 1999 und 200 mehr als im Durchschnitt der 90er Jahre.
Wie das Unternehmen mitteilte, dominierten Stürme und Überschwemmungen die Schadensbilanzen. Weil von den Ereignissen kaum Ballungsräume betroffen waren, starben mit rund 10.000 Menschen 60.000 weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Überschwemmungen in Asien forderten mehr als die Hälfte der Todesopfer.
Der volkswirtschaftliche Schaden hielt sich nach Angaben der Versicherung mit mehr als 30 Mrd. Dollar in Grenzen. 1999 waren es noch rund 100 Mrd. Dollar gewesen. Besonders schwerwiegend in den Bilanzen im Jahr 2000 seien die Über-
schwemmungen und Erdrutsche in den Schweizer und italienischen Alpen. Die versicherten Schäden beliefen sich im letzten Jahr auf rund 8,3 Mrd. Dollar, weniger als die Hälfte des Vorjahres.
 
Insgesamt rechnet die Forschungsgruppe Geowissenschaften der Versicherung wegen der wachsenden Weltbevölkerung künftig mit einer Zunahme bei den Schäden. Die schweren Erdbeben in El Salvador, Indien und im Großraum Seattle in diesem Jahr belegten diese Tatsache, so die Forscher.
Im Zuge des Klimawandels rechnen die Wissenschaftler künftig mit noch häufigeren und größeren Wetterextremen. Das vorige Jahr war in einigen Ländern, darunter Deutschland, das bisher wärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 100 Jahren (ddp, pte, 12. März 01).