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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Ein Südpolgletscher schrumpft gewaltig
Britische Forscher liefern erstmals Meßdaten über Aus- dünnung
von Gletschern
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London (pte, 3. Februar 01) - Wissenschaftler des University College
und des Britischen Antarktis-Forschungsteams British Antarctic Survey
haben bei einem Gletscher in der West- antarktis das Schrumpfen der
Eisdecke festgestellt. Wenn sich der Gletscher in der gleichen Stärke
wie in den vergangenen acht Jahren verkleinert, wird er in spätestens
600 Jahren gänzlich verschwunden sein, berichten die Forscher
in der jüngsten Ausgebe des Wissenschaftsmagazins Science.
Seit 1992 hat der Pine-Island Gletscher 31 Kubikkilometer Eis verloren.
Der Gletscher, dessen Eis bis ins Südpolare Meer reicht, hat
seine Fließgeschwindigkeit erhöht. Das bedeute, dass
sein Eis schneller ins Meer fließt und dort schmilzt. Die
Forscher nehmen an, dass er jährlich vier Mio. Tonnen Masse
verliert. In weiterer Folge bedeutet das einen weltweiten Anstieg
des Meeres um 0,1 Millimeter.
Für die Berechnungen haben die Forscher Hochpräzisions- Radarmessungen
des europäischen Remote Sensing Satelliten-Höhenmessgeräts
verwendet. Mit Hilfe des Satelliten konnten die Forscher die Gletscherbewegungen
auf Karten eintragen und sichtbar machen. Demnach ist auch das Gletschereis
seit 1992 um 10 Meter dünner geworden. Die Wissenschaftler
betonen, dass der Verlust des Eises nur mit dem Fließverhalten
des Gletschers zu tun habe und nichts mit dem Nachschub an jährlichen
Niederschlägen.
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