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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Farne reinigen arsenverseuchte Böden
Pflanze wird in den USA bereits vermarktet
Gainesville/Florida (pte, 31. Januar 01) - Wissenschaftler vom
Institut für Boden- und Wasserwirtschaften der Universität
Florida
haben entdeckt, dass der Gebänderte Saumfarn Arsen in seinen
Blättern anreichert und auf kontaminierten Böden besser
wächst. Somit ist der in warmen Gebieten verbreitete Farn die
erste Pflanze, die zum Entgiften von verunreinigten Böden geeignet
ist, berichtet das Wissenschaftsmagazin "Nature".
Experten gehen davon aus, dass die Pflanzen möglicherweise
die giftigen Schwermetalle in ihren Blättern als Schutz vor
Fraßfeinden benützen. So zeigte sich bei einigen Metallen,
dass sie wichtige biologische Funktionen für Pflanzen besitzen.
Es sei aber noch nicht geklärt, warum der Ge- bänderte Saumfarn
Arsen anreichere, so die Studienautorin Lene Ma. Die Forscherin
entdeckte den Farn auf einem mit arsenhaltigen Holzschutzmittel
verunreinigten Gelände. Versuche zeigten, dass der Farn mit
der Fachbezeichnung Pteris vittata Arsen schnell in seinen Blättern
anreicherte. Nach nur wenigen Wochen war der Arsenanteil rund 150
Mal höher als in der Erde. Die Wurzeln des Farns wiesen aber
die gleichen Arsenwerte auf wie der Boden.
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"Pteris vittata ist ideal für die Reinigung kontaminierter
Böden", erläuterte Ma. Bisher wurden kontaminierte
Böden meist mit aufwändigen physikalischen Methoden gereinigt
und abge- tragen. Der Farn, so Ma, sei eine günstige Alternative.
Bisher müssten die Pflanzen allerdings noch wie Giftmüll
entsorgt werden. Im nächsten Schritt will die Forscherin allerdings
untersuchen, wie das Arsen aus den Pflanzen in der Arsen- produktion
genutzt werden kann. Die US-Firma Edenspace hat bereits mit dem
Vertrieb des Farns zur Entgiftung von Böden begonnen.
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