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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Schlechtere Arbeitsleistungen im Großraumbüro
Stress und daraus resultierende Erkrankungen nehmen in offenen Büros
stärker zu
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New York (pte, 31. Januar 01) - Der Umweltpsychologe Gary Evans
von der Cornell-University hat in einer Studie, die in der jüngsten
Ausgabe des amerikanischen "Journal of Applied Psychology"
erschienen ist, festgestellt, dass Großraumbüros für
die Arbeitsleistungen wesentlich schlechter sind, als kleine ruhige
Einheiten. Wesentlich zum Stress trage der erhöhte Geräuschpegel
während der Arbeit bei.
Der Forscher untersuchte dabei zwei verschiedene Gruppen von Bürokräften,
die durchschnittlich 37 Jahre alt waren, auf deren Arbeitsleistung.
Die eine Gruppe arbeitete in Groß- raumbüros mit offenen
Strukturen - mit offenen Türen und in Durchgangsräumen
- , die andere in einem geschlossenen und ruhigem Umfeld. Die Gruppe
im offenen Büro zeigte weniger Bereitschaft zur Lösung
von Problemen. "Diese Gruppe war seltener bereit, Alternativen
in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen", so
Evans. Der Grund dafür sei die Tatsache, dass die Mitarbeiter
unter erheblichen Stress standen, sich stärker auf ihre Aufgabe
konzentrieren mussten und ihre Flexibilität darunter litt.
Hormonmessungen bei den Versuchspersonen bestätigten das:
Erhöhte Werte von Adrenalin und Noradrenalin, zwei Stresshormone,
wurden im Urin der Versuchspersonen gefunden. Besonders krass fiel
der Unterschied zu Büro- Angestellten aus, die in ruhigeren,
geschlossenen Räumen arbeiteten. Stress sei eine Erscheinung,
die längerfristig zu ernsten Erkrankungen führen könne,
so Evans. Auch wenn die Angestellten in den lauteren Büros
nicht klagten, sei das für ihn als Psychologe nicht notwendigerweise
beruhigend. "Nur weil Büro-Angestellte nicht klagen, dass
gewisse Umwelt- bedingungen für sie negativ sind, können
wir nicht annehmen, dass es keine Beeinträchtigungen gibt",
so der Wissen- schaftler.
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