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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Forscher fürchten weltweite Grippe-Epidemie allein 120.000
Tote in Deutschland befürchtet
Berlin/München (pte, 29. Januar 01) - Ein weltweite schwere
Grippe-Epidemie wird in naher Zukunft einige hunderttausend Menschenleben
kosten - das befürchten Forscher des Robert- Koch-Instituts
(RKI)
in Berlin. Die Forscher gehen davon aus, dass allein in Deutschland
bis zu 120.000 Menschen an der Influenza sterben könnten. Das
berichtet das deutsche Nachrichten-Magazin Focus
in seiner jüngsten Ausgabe unter Bezug auf ein internes Papier
der "Arbeitsgruppe Seuchen- schutz".
Demnach gehe die große Mehrheit der Experten von einem "pandemischen
Auftreten der Influenza aus". In dem Papier heisst es auch,
dass eine Massenpanik zu verhindern sei und der Staat seine Handlungsposition
genau erkennen müsse. Die Wissenschaftler gehen bei der "Influenza-Pandemie"
von der schlimmsten anzunehmenden Befürchtung aus: Ein Virus- Subtyp,
gegen den die überwiegende Mehrheit der Bevöl- kerung nicht
immun ist, wird von Mensch zu Mensch über- tragen. Das Virus
breitete sich schnell aus und ist hoch- pathogen. Die Forscher rechnen
bei einem solchen Szenario allein in Deutschland mit mindestens
20 Mio. Infizierten, einer Lungenentzündungsrate von sechs
Prozent und einer Sterberate von 0,6 Prozent. Hochgerechnet bedeutet
dies, dass rund 120.000 Menschen an der Influenza sterben.
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Einer solchen Epidemie könne mit den derzeitig zur Verfügung
stehenden Vakzinen nicht entgegengewirkt werden, sagen die RKI-Experten.
Die Menge an Impfstoffen würde nicht einmal ausreichen, alle
gefährdeten Personen zu impfen. Das Ende einer solchen Epidemie
würde erst nach zwei bis drei Jahren erreicht sein.
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